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Gefangen: ein Best Blog Blogstöckchen – Version 0711regional

 

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Hoppla, ein Best Blog Blogstöckchen ist mir durchs Netz entgegengeflogen. Markus Speidel vom Stadtmuseum Stuttgart hat es mir zugeworfen. Ich hab es gefangen! Nun hab ich den Salat, ähh, 11 Fragen, die ich beantworten soll! Ich freue mich sehr über die Ehre, zu den 7 auserwählten 0711Bloggern zu gehören!

  1. Andrès Blögle / @stuttgarter1977
  2. Zeilentiger liest Kesseltreiben / @zeilentiger
  3. Jan Georg Plavec / @JanGeorgPlavec
  4. Gemütliche Sitzsätze / @blauschrift
  5. Kunst und Reisen / @kunstundreisen
  6. Awittymind / @awittymind
  7. Hubert Mayer / @HubertMayer

Nun, was ist eigentlich ein Blogstöckchen?
Ich hab es auch noch nicht ganz verstanden, aber ich versuche eine Antwort unter Frage 4 zu geben.
Hier die Fragen, die Markus mir gestellt hat:

  1. Warum gibt es Deinen Blog?
  2. Welcher Deiner Blogbeiträge war am erfolgreichsten und was glaubst Du woran das lag?
  3. Über was würdest Du nie schreiben?
  4. Was wäre die bessere Bezeichnung für “Blogstöckchen”?
  5. Was bedeutet Heimat für Dich?
  6. Was hast Du, was das Stadtmuseum Stuttgart nicht hat und was es dringend bräuchte?
  7. Was muss ein Museum haben, damit Du reingehst?
  8. Welche Speise ist für Dich untrennbar mit Stuttgart verbunden?
  9. Welcher Sound ist für Dich typisch Stuttgart?
  10. Welches Vorurteil über Stuttgart ärgert Dich am meisten?
  11. Du hast drei Wünsche frei, welche sind das?

Meine Antworten:

Warum gibt es Deinen Blog?
Ganz einfach. Meinen Blog gibt es, weil meine Tochter mir gesagt hat: „Du brauchst einen Blog und keine Website!“ Ich arbeite als Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin freiberuflich. Ich übernehme Führungen und Kunstgespräche in Museen, mache Stadtführungen, halte Vorträge und leite Studienreisen. Schon vor vielen Jahren, ich glaub, es war noch im letzten Jahrhundert, hatte ich nicht nur eine, sondern gleich mehrere Domains reserviert für eine „Homepage“, wie man damals sagte. Ich wurde und werde bei meinen verschiedenen Aktivitäten immer wieder danach gefragt, wo und wie man Termine mit mir finden kann. Aber diese Seiten waren „ewige Baustellen“:
Error 404 – Not found.
Die angegebene Seite konnte nicht gefunden werden.
Im Sommer 2012 lag ich meiner Tochter wieder in den Ohren, ob sie mir die Website bauen könnte. „Nein“, sagte sie, „das machst du jetzt selbst. Du machst einen Blog!“ An einem Nachmittag hat sie mir dann erklärt, wie das Bloggen funktioniert.
Fazit: Eltern sollen auf ihre Kinder hören, meist wissen sie es besser!
Heute blogge ich leidenschaftlich gerne! Ich schreibe kurze Geschichten über Erlebnisse bei meinen vielen Reisen oder in Stuttgart, notiere interessante Kochrezepte, zeige meine Entdeckungen von Streetart, weise auf interessante Ausstellungen hin usw. Natürlich aktualisiere ich auch meine Termine

Welcher Deiner Blogbeiträge war am erfolgreichsten und was glaubst Du woran das lag?
Zu meiner Überraschung war mein Blogartikel „Ein Paykan im Kunstmuseum“ sehr erfolgreich.
Die Künstlerin Anahita Razmi hatte in der Ausstellungsreihe „Frischzelle“ im Kunstmuseum Stuttgart einen Paykan ausgestellt. Sie hatte den im Iran sehr beliebten Mittelklassewagen in Teheran gekauft und von dort bis nach Deutschland gefahren, eine Strecke von über 5000 km. Die Ausstellung dokumentierte die abenteuerliche Reise, der Paykan stand ein paar Wochen lang im Kunstmuseum. Eine iranische Website hatte in einem Link auf meinen Blogartikel verwiesen, das hat mir viele Aufrufe gebracht. Ich hab auch gestaunt! Manche wollten auch einen Paykan kaufen …

Die Künstlerin Anahita Razmi hat einen Paykan von Teheran nach Deutschland gefahren und das Paykanprojekt dokumentiert. Ausstellung im Kunstmuseum Januar bis März 2013. Foto © Welz
Die Künstlerin Anahita Razmi hat einen Paykan von Teheran nach Deutschland gefahren und das Paykanprojekt dokumentiert. Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart Dezember 2012 bis März 2013. Foto © Welz

Über was würdest Du nie schreiben?
Man sollte nie „nie“ sagen. Ich kann mir nichts vorstellen, über das ich nicht schreiben könnte. Ich schreibe ja über „Kunst“ und über „Reisen“. Beide Themen decken alle Aspekte des Lebens ab …

Was wäre die bessere Bezeichnung für “Blogstöckchen”?
Warum diese „InterviewKettevonBloggerzuBloggerzurVernetzungderBloggerszene“ eigentlich „Blogstöckchen“ heißt, weiß ich auch nicht. Bei „Blogstöckchen“ denke ich an eine Läuferstafette! Aber bei einer Stafette wird ja nur ein Stöckchen weitergegeben, oder? Von Sport hab ich wirklich keine Ahnung. Beim Blogstöckchen werden von einem Blogger gleich mehrere Blogger eingeladen, das Stöckchen weiterzureichen und die Interview-Kette am Laufen zu halten …

Was bedeutet Heimat für Dich?
Heimat ist für mich dort, wo meine Bücher stehen! Meine Bücherregale stehen seit über dreißig Jahren in einer Wohnung im Stuttgarter Westen. Außer dem Badezimmer gibt es keine Räume, in denen es keine Bücher gibt. Ich habe eine umfangreiche Kunstbibliothek, sammle Reiseliteratur und Kochbücher, Belletristik, Literatur zu Stuttgart, Bilderbücher und Kinderbücher …

"Was machte ich mit dem Gelde, wenn ich nicht Bücher kaufte?" G.E.Lessing - Foto © Welz
„Was machte ich mit dem Gelde, wenn ich nicht Bücher kaufte?“ G.E.Lessing – Foto © Welz

Was hast Du, was das Stadtmuseum Stuttgart nicht hat und was es dringend bräuchte?
Ein Foto vom Mops, der im Dezember auf der Stuttgarter Loriot-Säule am Eugensplatz auftauchte und ein Mops-Double, das mir meine Kinder zu Weihnachten geschenkt haben! Sie haben nach dem Vorbild von KesselTV einen kleinen Mops aus Steinguss bei einem Versandhändler bestellt und mit Goldfarbe angesprüht. Er wartet nun an meinem Küchenfenster auf den Frühling und einen Platz im Garten. Natürlich hab ich über den Mops gebloggt …

Aufgetaucht: ein kleiner goldener Mops auf der Loriot-Säule am Eugensplatz - Foto © Welz
Aufgetaucht im Dezember 2013: ein kleiner goldener Mops auf der Loriot-Säule am Eugensplatz, denn: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, doch sinnlos!“ – Foto © Welz


Was muss ein Museum haben, damit Du reingehst?
Eine offene Tür!
Haha. Ohne Witz, ich hab neulich einen Vortrag gehalten über Zugänge zu Museen. Es kommt auf die Schwellen an, die das Museum schafft oder abbaut.

Welche Speise ist für Dich untrennbar mit Stuttgart verbunden?
Ich mag Maultaschen, geschmälzt und mit schwäbischen Kartoffelsalat und grünem Salat. Wenn ich richtig Lust auf schwäbische Küche und keine Zeit zum Kochen habe, gehe ich gerne zur Kochenbas.

Welcher Sound ist für Dich typisch Stuttgart?
Ich bastle noch an einer SoundCloud herum. Aber typisch Stuttgart ist Verkehrslärm, das TatüTata von Polizeiautos und das Heulen von Baumsägen, dagegen die vitalen Menschenstimmen bei Montagsdemonstrationen, die Trillerpfeifen am Schwabenstreich, die OBEN-BLEIBEN-Rufe,  … Ich sammle noch die O-Töne, ohne GEMA-Gebühr.

Welches Vorurteil über Stuttgart ärgert Dich am meisten?
Ausländische Touristen, die ich auch gelegentlich durch Stuttgart führe, erwarten eine triste, graue Industriestadt, weil sie Stuttgart vor allem mit zwei Automarken verbinden. Sie staunen über den Schlossplatz mit den beiden Schlössern, die herrlichen Parkanlagen, die die Stadt hatte … Früher beschrieb man Stuttgart gerne als „die Stadt zwischen Wald und Reben“, heute, mit den vielen Grossbaustellen, passt besser „die Stadt zwischen Hängen und Würgen“. Über meine letzte Parkführung im Februar 2012 habe ich erst kürzlich gebloggt.

 

Mittlerer Schlossgarten Stuttgart am 17.09.2010 - Foto © Welz
Es war einmal: der Mittlere Schlossgarten Stuttgart im September 2010 – Foto © Welz

Du hast drei Wünsche frei, welche sind das?
Oh, ich hab in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass meine Wünsche in Erfüllung gehen. Meine Kindheit und Jugend hab ich auf dem Land verbracht. Oft habe ich aus dem Fenster auf die Felder geschaut, mir ein Leben in der Stadt, Reisen in fremde Länder, Entdeckungen von Kunst/ Kultur und auch Kinder gewünscht! Meine Wünsche wurden erfüllt. Ich lebe leidenschaftlich gerne in der Stadt, reise beruflich und privat, arbeite in Kunstmuseen und im Kulturbereich und habe zwei wunderbare erwachsene Kinder und ein süßes Enkelkind, von denen ich viel lerne.
Was ich mir für die Zukunft wünsche, überlege ich mir gerne! Aber das verrate ich euch nicht! Noch nicht.

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So, lieber Markus, nun habe ich deine 11 Fragen der 0711-Version Best Blog Blogstöckchen beantwortet!
Jetzt darf ich selbst 11 Fragen stellen und in die Blogger-Runde werfen!

  1. Wie lange gibt es deinen Blog schon?
  2. Welche Schwerpunktthemen hat dein Blog?
  3. Wie bist du auf das Bloggen gekommen?
  4. Was willst du mit deinem Blog gerne erreichen?
  5. Was ist für dich „typisch Stuttgart“?
  6. Lebst du lieber in der Stadt oder auf dem Land? Warum?
  7. Was bedeutet dir Kunst?
  8. Welche Kunstwerke/ Künstler schätzt du?
  9. An welches Kunstwerk in der Staatsgalerie Stuttgart erinnerst du dich besonders gut?
  10. Was bedeutet dir Reisen?
  11. Welche Reiseziele schätzt du? Von welchen Reisezielen träumst du?

Gerne möchte ich diese Fragen folgenden Blogger stellen!
Manche kenne ich persönlich, andere würde ich gerne persönlich kennenlernen. Eure Blogs interessieren mich sehr, und ich würde gerne mehr über euch erfahren.

Mein Best Blog Award geht an:

Sabine Bade und Wolfram Mikuteit: Unterwegs in den Westalpen
Hannah Thomä: Glücksküche
The ghosts of Harry Gelb: Harry Gelb
Ina Egers: Feinschmeckerle @feinschmeckerle
Dominik: Zwuckelmanns Meinung @zwuckelmann
ralf van daale: Bewegnungen @siemers

 

Wie geht es weiter?
Regeln gibt es nicht wirklich. Ich habe das Blogstöckchen und die Regeln von meinem Vorgänger Markus vom Stadtmuseum Stuttgart übernommen, der es von Tanja Praske gefangen hat, der unermüdlichen vorbildhaften „Kunst und Social Media“ Bloggerin.
Beantwortet meine elf Impulsfragen. Ihr dürft sie euch passend biegen.
Baut das Best Blog Award-Bildchen ein und verlinkt es mit demjenigen, der es euch verliehen hat bzw. verlinkt auf den Artikel des Werfers.
Verfasst elf neue Fragen, spielt damit und reicht das Best Blog Blogstöckchen an Blogger eurer Wahl weiter.

Gebt hier im Kommentar Bescheid, wenn euer Beitrag fertig ist. Ich freue mich auf unseren Kontakt.

 

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  1. Liebe Andrea,

    merci für die Blumen ;-)! Jetzt ist es doch bei dir gelandet und ich bin sehr froh darüber. Als ich das Best Blog Blogstöckchen von Anke aka @Kulturtussi erhielt, überlegte ich hin und her, wie ich die Blogger, deren Blogs ich gerne lesen, mit den Museumsblogs verbinden kann. Am Ende siegte die Neugier, was die Museen aus dem Blogstöckchen machen und ich bin begeistert! Sie haben es geformt und an ihre Blogger weitergereicht – formidable!

    Ich glaube, hiernach wissen wir alle sehr, sehr viel über Stuttgart und wer weiß, vielleicht besorgt das Stadtmuseum Stuttgart ja einen Mops, in welcher Form auch immer.

    Sonnige Grüße aus München
    Tanja Praske

    • Liebe Tanja, das ist wirklich lustig! Irgendwie kommen wir immer wieder zusammen, erst bei der Blogparade für das Heilbronner Theater, auch über den #kultup im Lindenmuseum hast du gebloggt, oder? Vielleicht sehen wir uns ja Anfang April in Stuttgart. Das wäre wirklich nett. Herzliche Grüsse Andrea

  2. Liebe Andrea,

    ganz besonders das mit den Büchern finde ich höchst sympathisch.

    Herzliche Grüße zwischen Büchern aus dem Süden
    Holger

    • Das Blogstöckchen hat sich schon gelohnt, denn jetzt hab ich den interessanten Zeilentiger entdeckt!
      Herzliche Grüsse zurück aus dem Westen in den Süden, Andrea

  3. Hallo Andrea,
    Ich möchte mich nochmal für das Best Blog Blogstöckchen bedanken. Mein Beitrag ist jetzt fertig. Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen 🙂
    Liebe Grüße
    Hannah

    • Liebe Hannah, kaum hatte ich dir das BestBlogBlogstöckchen für deinen wunderbaren #foodblog http://glueckskueche.blogspot.de/ zugeworfen, musste ich schon Koffer packen! Die letzten Wochen war ich dauernd unterwegs in Berlin und Bologna und jetzt noch in Apulien! Endlich komme ich dazu, dir für deinen Beitrag zu danken: http://glueckskueche.blogspot.de/2014/03/best-blog-blogstockchen.html
      Du erzählst, dass du die „Wasserlilien“ von Claude Monet sehr liebst! Dann solltest du auch mal nach Giverny fahren und das Haus von Claude Monet und seinen Seerosenteich besuchen. Giverny liegt nicht weit von Paris. … und Paris ist für eine Spitzenköchin wie du auch sicher immer eine Reise wert! Hoffentlich lernen wir uns bald mal persönlich kennen! Liebe Grüsse, Andrea

  4. Schön zu sehen, was allernblogorts aus den 0711-Fragen geworden ist. Hier werde ich’s mir nun öfter mal gemütlich machen : )

    Buchstabenbunte Grüße
    von das A&O

  5. Übrigens: Ina Egers aka Frau Feinschmeckerle http://feinschmeckerle.blogspot.de/ hat das BestBlogBlogstöckchen auch gefangen, beantwortet und weitergegeben: http://feinschmeckerle.blogspot.de/2014/03/ein-blogstockchen.html
    Danke! Ich freue mich über dein Interesse!

  6. Pingback: Best Blog Blogstöckchen | Pearltrees

  7. Pingback: Fazit BLOGPARADE Reisesouvenirs | Kunst und Reisen

  8. Das Loch vor dem Kunstmuseum hat ja eine besondere Bedeutung. Liebe Andrea Welz, kann ich ihre Geschichte dazu erst im Buch erfahren?

    Herzlichen Gruß
    Elke Schieler

    • Liebe Elke Schieler,
      sicher haben Sie gestern von diesem „Stuttgarter Geheimnis“ in der Stuttgarter Zeitung oder in den Nachrichten gelesen. Tatsächlich werden Sie die Geschichte in dem Buch „Stuttgarter Geheimnisse“ hrsg. von Eva-Maria Bast finden. Es soll im November 2016 erscheinen. Aber ich kann Ihnen schon verraten, es ist ein Kunstwerk von Micha Ullman und auch beschrieben in dem Buch „Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart“.
      Sie können bei mir eine Führung buchen über Kunst im öffentlichen Raum.
      Viele Grüsse, Andrea Welz

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