Architekturspaziergänge

Gerne biete ich Ihnen und Ihrer Gruppe Architekturspaziergänge in Stuttgart an.
Nehmen Sie Kontakt mit mir auf!

Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, 
nicht nur einen Schutz für den Körper.
John Ruskin (1819-1900)

 

Die Weissenhofsiedlung in Stuttgart

Wie wohnen im 20. Jahrhundert? Der deutsche Werkbund stellte diese Frage und beauftragte Ludwig Mies van der Rohe 1927 mit der Organisation der Ausstellung „Die Wohnung“. In knapp vier Monaten errichteten siebzehn europäische Architekten, unter ihnen Le Corbusier, J.J.P. Oud, Hans Scharoun, Walter Gropius, Mart Stam und Peter Behrens in einer Mustersiedlung am Weissenhof 21 Häuser mit insgesamt 60 Wohnungen. Die Weissenhofsiedlung in Stuttgart wurde zu einem Manifest der Moderne. Bei einem Spaziergang durch die Siedlung mit Andrea Welz lernen Sie Architekten und ihre innovativen Entwürfe kennen. Die beiden Häuser von Le Corbusier gehören seit 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Architekturspaziergang Dauer ca. 90 Minuten

 

Stuttgart. Einfamilienhaus von Hans Scharoun in der Weissenhofsiedlung. Foto © Welz

 


Die Weissenhofsiedlung aus weiblicher Sicht – Architektur, Kunst und Küche

Begleitend zur Ausstellung „Die Wohnung“ 1927 in Stuttgart gab es eine Küchenausstellung, konzipiert von der Volkswirtschaftlerin und Publizistin Dr. Erna Meyer. Für die berufstätige Frau sollte der Haushalt rationalisiert werden, Kraft- und Zeitersparnis war die Vorgabe für eine moderne Küche. Der Spaziergang durch die Weissenhofsiedlung mit Andrea Welz zeigt auf, welche Lösungen die Architekten für „das Küchenproblem“ vorsahen und wie sie die Anregungen Meyers umsetzten. Die Grundrisse der Musterwohnungen verraten noch mehr über Frauenleben in den 1920er Jahren – vom Dienstmädchen bis zur alleinstehenden Klavierlehrerin. Die Architektin Lily Reich arbeitete eng mit Mies van der Rohe zusammen und gestaltete Inneneinrichtungen und Möbel – auch für die Werkbundausstellung „Die Wohnung“ in Stuttgart.
Architekturspaziergang, Dauer ca. 90 Minuten

 

Stuttgart. Das Le Corbusier Haus in der Weissenhofsiedlung. Foto © Welz

 

bottle and cork – James Stirling – Kulturmeile Stuttgart

Die Stuttgarter Kulturmeile mit Neuer Staatsgalerie, Kammertheater, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist ein seltenes Gesamtkunstwerk der postmodernen Architektur und Stadtplanung von internationalem Rang. 2018 wurde das Ensemble an der Konrad-Adenauer-Straße vom Landesamt für Denkmalpflege unter Denkmalschutz gestellt. Auf einem Architekturspaziergang zeigt Ihnen Andrea Welz die Kulturbauten, entworfen von James Stirling. Sein Motto für die Kulturmeile war „bottle and cork“. Die Rotunde der Neuen Staatsgalerie steht dem markanten Turm der Musikhochschule gegenüber.

Stuttgart Kulturmeile Museumsplatz mit Haus der Geschichte und Musikhochschule Foto © Welz 2019

 

 

Ein neues Stadtquartier in Stuttgart: Das Europaviertel

Erinnern Sie sich noch an den alten Güter- und Rangierbahnhof in Stuttgart? In den vergangenen 20 Jahren ist auf diesem Gelände ein neues Stadtquartier entstanden: das Europaviertel. Bei dieser Entdeckungstour mit Andrea Welz lernen Sie die städtebaulichen Entwicklungen, die neuen markanten Gebäude und als Überraschung auch Kunst im öffentlichen Raum kennen. Nachdem wir den Hauptsitz der Landesbank Baden-Württemberg und der Sparda-Bank passiert haben, kommen wir zum Pariser Platz mit dem LBBW City-Tower, der Sparkassen-Akademie und der Wohnanlage „Pariser Höfe“. Sie sehen auch die Shopping-Mall Milaneo mit ca. 200 Geschäften und das neue Hochhaus Cloud No. 7. In den 18 Stockwerken der „Wolke Sieben“ befinden sich Luxuswohnungen und das Hotel Jaz Stuttgart. Das kulturelle Herz des Viertels schlägt in der Bibliothek des 21. Jahrhunderts: der Stadtbibliothek am Mailänder Platz. Wir besichtigen den preisgekrönten Bau des koreanischen Architekten Eun Young Yi und genießen (gutes Wetter vorausgesetzt) die spektakuläre Aussicht vom Dach des Bücherwürfels.
Architekturspaziergang: Dauer 90 bis 120 Minuten nach Absprache

 

Stuttgart Stadtbibliothek im Europaviertel. Foto © Welz

 


Stuttgart – Backstage

Gehen Sie in Stuttgart auch immer die gleichen Wege? Lassen Sie sich verführen zu einer Backstage-Tour und lernen Sie Stuttgart einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Angeregt zu dieser Tour wurde ich von Bertram Weisshaar (Atelier Latent Spaziergangsforschung & Fotografie), bei dem ich 2010 in der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel einen Workshop gemacht habe: „Der Spaziergang als künstlerische Praxis“.
Der Spaziergangsforscher Weisshaar war im November 2011 selbst in Stuttgart und hat sich die Stadt Stuttgart „von hinten“ angeschaut.
Architekturspaziergang, Dauer nach Absprache.

 

Stuttgart backstage – Wem gehört die Stadt? Foto © Welz

 

Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt,
ist kein  stiller, sondern ein schlechter Bürger.
Perikles (um 500-429 vC)

 

Der neue Killesberg: Killesberghöhe, Grüne Fuge und Rote Wand

Der Killesberg hat sich sehr verändert seit 2007 die Fildermesse eröffnet wurde: die alten Messehallen wurden abgerissen, ein neues Wohnquartier und Geschäftsviertel sind entstanden, die Killesberghöhe. Mit der ungewöhnlichen Gartenarchitektur der „Grünen Fuge“ und des Parks „Rote Wand“ wurde der Killesbergpark und damit das „Grüne U“ erweitert. Vom Aussichtsturm im Killesbergpark, der 2001 auf Initiative des Stuttgarter Verschönerungsvereins errichtet wurde, hat man eine atemberaubende Aussicht, nicht nur auf den Killesberg, sondern über die ganze Region.
Architekturspaziergang, Dauer nach Absprache.

 

Architekturspaziergang: Killesberghöhe Stuttgart – Foto © Welz

 

 

Was ist eigentlich S21 und warum sind immer noch manche dagegen?

Seit Mitte der 1990er Jahre wird über das „Projekt Stuttgart 21“ geredet. Erst 2009 wurde der Finanzierungsvertrag der Projektpartner unterschrieben, 2010 wurde mit der Baustelleneinrichtung begonnen, der Bauzaun aufgestellt, der Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes abgerissen. Seit Sommer 2010 gibt es eine rund um die Uhr betreute „Mahnwache gegen S21“. Bürgerinnen und Bürger informieren ehrenamtlich über die Risiken des „Bahnprojektes Stuttgart – Ulm“ und die Alternative: Kopfbahnhof K21.
Wie ist heute der Stand der Dinge? Warum sind immer noch viele dagegen?
Bei dieser Führung rund um den Bahnhof können sie alles Wissenswerte über S21 erfahren.
Architekturspaziergang, Dauer nach Absprache.

Architekturspaziergang: Stuttgart und S21 – Der Bauzaun. Foto © Welz

 

 

Zwischen dem Gleisbogen – Stuttgart-Nord

Das Stadtquartier zwischen dem Gleisbogen, zwischen Pragfriedhof und Eisenbahnersiedlung ist in Bewegung. Es gibt viel zu entdecken, ein Stadtteil voller Gegensätze. Der Rebenberg war Stuttgarts „Galgenbuckel“, seit den 1950er Jahren stehen dort architektonisch interessante Wohnhochhäuser. Neben dem Pragfriedhof finden wir Stuttgarts Skaterhalle „Bowl“, eine der besten Anlagen für Skater in Deutschland. Unweit der Backsteinsiedlung „Eisenbahndörfle“ entstand in den letzten Jahren ein Neubauquartier mit rund 470 Wohneinheiten. Wir sehen die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ für die deportierten Menschen jüdischen Glaubens, Sinti und Roma und zum Schluss einen Acker mitten in der Stadt: Die Initiative Stadtacker Wagenhallen hat einen Nachbarschaftsgarten angelegt, ein spannendes Urban-Gardening-Projekt in Stuttgart-Nord bei den frisch sanierten Wagenhallen.
Architekturspaziergang, Dauer 2 bis 2,5 Stunden.

 

Stuttgart. Skaterhalle Nord. Foto © Welz
Architekturspaziergang Stuttgart-Nord: Die Zeit ist stehengeblieben! Mangelraum der Eisenbahnhochhäuser. Foto © Welz
Architekturspaziergang Stuttgart-Nord: Die Zeit ist stehengeblieben! Mangelraum der Eisenbahnhochhäuser. Foto © Welz

 

Jugendstil in Stuttgart – Ein Spaziergang vom Süden in den Westen

Rund um die Markuskirche im Stuttgarter Süden wurde Anfang des 20. Jahrhunderts viel gebaut. Die Architekten wagten für wenige Jahre einen neuen, phantasievollen, abwechslungsreichen Baustil. Wir finden den Lebensbaum als Sinnbild eines ganzheitlichen Lebens, Blumen und Früchte auf den Fassaden der Stuttgarter Jugendstilhäuser. Weibliche Locken, wogende Wellen, das Lodern einer Flamme sind neue Motive. Schildkröten, Affen, Frösche, Vögel, der Pfau – viele Tiere tummeln sich jetzt auf den Fassaden. Wir beginnen unseren Spaziergang am Marienplatz, über Liststaffel und Liststrasse geht’s zur Markuskirche. Das vielleicht schönste Stuttgarter Jugendstilensemble, das die Gebrüder Kärn gebaut haben, finden wir vor dem Schwabtunnel. Am Gänsepeterbrunnen an der Hasenbergsteige endet unser Jugendstilspaziergang vom Süden in den Westen.
Architekturspaziergang, Dauer nach Absprache 2 – 2,5 Stunden

 

Stuttgart – Jugendstilhaus der Gebrüder Kärn – Schwabstraße Foto © Welz

 

Architektur der Nacht

Der Lichtmasterplan der Stadt Stuttgart hat das Ziel: den Stromverbrauch zu senken und durch Licht neue Akzente zu setzen. Wir beginnen unseren Spaziergang am leuchtenden Kubus des Kunstmuseums und entdecken, wie die vertraute Stadt durch Licht neu inszeniert wird. Schillerplatz und Stiftskirche erscheinen im neuen Licht. Am Tagblatt-Turm wurde die Konturbeleuchtung der 1920er Jahre wieder hergestellt, der City-Ring durch farbige Lichtakzente hervorgehoben. Welche Bereiche der Stadt bleiben dunkel? Was wird wie ins Licht gesetzt? Wie können Beleuchtungskonzepte zwischen Kommerz und ästhetischem Anspruch aussehen?
Diese und andere Fragen diskutieren wir bei unserem nächtlichen
Architekturspaziergang durch Stuttgart

 

Architektur der Nacht: Stuttgart Tagblattturm. Foto © Welz Oktober 2016
Architektur der Nacht: Stuttgart Tagblattturm. Foto © Welz Oktober 2016

 

Literaturtipps:

Valerie Hammerbacher und Anja Krämer beschreiben 22 Stadtspaziergänge durch Stuttgart zur Entdeckung der Architektur des 20. und 21.Jahrhunderts.

„Die Stadt ist tot, es lebe die Stadt!“
Hanno Rauterberg untersucht „urbanes Leben in der Digitalmoderne“: Wir sind die Stadt!

Was passiert mit dem Stuttgarter Gleisbogen?
Die Publikation Der Stuttgarter Gleisbogen: Urbane Landschaft und Kulturdenkmale im Vorfeld des Hauptbahnhofs. Geschichte und Ausblick  – herausgegeben von Josef Klegraf – stellt Fragen, sucht Antworten und zeigt Beispiele aus anderen Großstädten.

 

 

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