Reiseblog

Franziskus #superpope im Borgo in Rom

Ich sag’s euch gleich. Ich hab ihn nicht gefunden. Franziskus als „superpope“ im Borgo in Rom. Dabei hab ich  alle Fassaden in allen Gassen abgesucht. Ich hab sogar die Schweizergarde an der Einfahrt des Vatikanischen Palastes gefragt, ob sie mir sagen könnten, wo ich Papst Franziskus als Superman finden könnte. Gehen Sie gerade aus, dann die zweite oder dritte Straße rechts, da müsste es sein! Doch nichts. Spurlos verschwunden. Gleich über Nacht, so hab ich später erfahren! Wie schade!
Da ich dem Vatikan auf Twitter folge, ich muss ja wissen, was in Rom passiert, hatte ich Ende Januar erfahren, dass im Borgo ein sog. Wheatpaste (auf Papier gemalt und an die Wand geklebt) aufgetaucht sei. Es war eine Sensation! Papst Franziskus in weißer Robe doch in Supermanpose mit geballter Faust, in der linken Hand trägt er eine Aktentasche, auf der das Wort „Valores“ = „Werte“ steht. Ein Stück Schal in den Vereinsfarben von San Lorenzo in Buenos Aires, dem Lieblings-Fußballclub von Papst Franziskus, hängt aus der Tasche.

 

Viele Zeitungen haben über dieses Ereignis berichtet.
Der Spiegel: Straßenkunst in Rom: Hier kommt der Superpapst
Die FAZ: Vatikan – Der Papst als Superman
Erstaunlich war auch, dass die Presseabteilung des Vatikans über Twitter darüber berichtet hatte.
Viele Leute strömten nach der Papstaudienz am Mittwoch in den Borgo, um dieses Graffiti an einer Fassade zu sehen. So auch ich, doch erst Anfang März 2014. Leider zu spät. Denn tatsächlich war der Superpope schon am 30.01.2014 verschwunden, über Nacht wurde das Wheatpaste mit Fassadenfarbe übermalt.

Übertüncht! An dieser Hausecke Borgo Pio/ Via Plauto klebte Ende Januar Papst Franziskus als Superman - Foto @ Welz
Übertüncht! An dieser Hausecke Borgo Pio/ Via Plauto klebte Ende Januar Papst Franziskus als Superman – Foto © Welz

Der Künstler hatte das Werk signiert: Maupal 2014. In Rom kennt man ihn, es ist Mauro Pallotta, der Borgo ist sein Revier. Bei meiner Spurensuche im Borgo habe ich den Superpope nicht gefunden, aber viele andere Arbeiten von Maupal.

 

Im Borgo in Rom findet man viel Streetart. Foto © Welz
Im Borgo in Rom findet man viel Streetart. Foto © Welz

 

 

Burka eyes von maupal im Borgo Rom - Foto @ Welz
Burka eyes von maupal im Borgo Rom – Foto © Welz

 

 

Catch the cat! REVOLUTION Streetart von maupal in Rom - Foto © Welz
Catch the cat! REVOLUTION Streetart von maupal in Rom – Foto © Welz

 

 

Ohne Worte. AMEN. maupal im Borgo in Rom - Foto © Welz
Ohne Worte. AMEN. maupal im Borgo in Rom – Foto © Welz

 

 

TU DIJE CHE TE C'HO MANNATO IO ... was heißt das wohl? wer kann mir das übersetzen? maupal in Rom - Foto © Welz
TU DIJE CHE TE C’HO MANNATO IO … was heißt das wohl? wer kann mir römischen Dialekt übersetzen? maupal in Rom – Foto © Welz

 

 

... ein voller Bauch denkt nicht an einen leeren Bauch! maupal im Borgo in Rom - Foto © Welz
… ein voller Bauch denkt nicht an einen leeren Bauch! maupal im Borgo in Rom – Foto © Welz


Papst Franziskus will kein Supermann sein,
schreibt Paul Kreiner für die Stuttgarter Zeitung. Der Papst sei eine normale Person, kein Supermann, so erklärte Franziskus selbst Anfang März der italienischen Zeitung Corriere della Sera: „Mi piace stare tra la gente, insieme a chi soffre, non sono superman“.

Nun, bei meinem Spaziergang im Borgo in Rom hab ich viel Streetart gefunden, vor allem von maupal. Doch leider nicht mehr Papst Franziskus als Superman. Am Ende meiner Tour hab ich ihn dann doch noch entdeckt, Papa Francesco ganz persönlich, an der Einfahrt zu Frankies‘ Garage. Unter seinem Porträtphoto steht auf dem Schild: „Interruttore Generale“, das heißt „Hauptschalter“. Das kann kein Zufall sein!

 

Interruttore Generale Papa Francesco in Frankies Garage im Borgo in Rom - Foto © Welz
Interruttore Generale Papa Francesco in Frankies Garage im Borgo in Rom – Foto © Welz

 

Wer mit mir einmal nach ROM reisen will, hat in diesem Jahr 2014 noch zwei Mal die Gelegenheit dazu.

Studienreise ROM: Die ewige Stadt 24.05.2014-30.05.2014 und 25.10.2014-31.10.2014
Als einstige Metropole der römischen Kaiser, Stadt der Päpste und Hauptstadt des modernen Italien, voll von Zeugnissen vergangenen Glanzes, ist die Stadt am Tiber nach wie vor eines der attraktivsten Reiseziele Europas. Die umfangreichen und kostspieligen Restaurierungsarbeiten und verkehrsberuhigenden Maßnahmen der letzten Jahre haben die Attraktivität dieser Weltstadt sogar noch gesteigert. Eine knappe Woche haben Sie Zeit, unter sachkundiger Führung die „Ewige Stadt”, das antike und christliche Rom nach einem sorgsam ausgewählten Programm kennen zu lernen. An einem Tag haben Sie Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden – oder zum Beispiel an der Papstaudienz teilzunehmen.

 

 

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