Unterwegs in Armenien

Armenien – Basilika und Bäckerei in Aparan

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Nach der Fahrt über den 2378 m hohen Spitak-Pass und einem kurzen Fotostop im kurdisch-jessidischen Dorf Rja Taza, um die steinernen Pferdestatuen auf dem Gräberfeld zu fotografieren, das direkt an der Straße M3 nach Jerevan liegt, machten wir Halt in Aparan.

Das Dorf Rja Taza liegt auf der Nordseite des 4090 m hohen Aragat auf einer Hochebene entlang der Schnellstraße M3 - Foto © Welz

Das kurdisch-jessidische Dorf Rja Taza liegt auf der Nordseite des 4090 m hohen Aragats auf einer Hochebene entlang der Schnellstraße M3 – Foto © Welz

Auf dem Gräberfeld von Rja Taza stehen keine Grabkreuze, sondern Pferdestatuen auf den Männergräbern - Foto © Welz

Auf dem Gräberfeld von Rja Taza stehen keine Grabkreuze, sondern Pferdestatuen auf den Männergräbern – Foto © Welz

Aparan ist eine Kleinstadt mit ca. 6500 Einwohnern und liegt auf der Ostseite des Berges Aragats, mit 4090 m der höchste Berg Armeniens, auf einer Hochebene am Fluss Khasach. Wir besuchten die Khasacher Basilika, die dort vermutlich am Ende des 4. Jahrhunderts gebaut wurde und somit eine der ältesten Kirchen Armeniens ist. Durch 6 mächtige T-förmige Pfeiler wird die Kirche in drei Schiffe gegliedert. Im Osten befindet sich eine innen hufeisenförmige, außen polygonale Apsis, die heute ein buntes Glasmosaikfenster hat. Es fand gerade ein Gottesdienst statt, still standen wir im Mittelschiff der Kirche und beobachteten die Zeremonie. „Es ist wahrscheinlich eine Erwachsenentaufe,“ erklärte uns Nazeli, unsere armenische Reiseleiterin, „es liegen viele Tücher bereit.“

Die Khasacher Basilika in Aparan wurde am Ende des 4. Jahrhunderts gebaut - Foto © Welz

Die Khasacher Basilika in Aparan wurde am Ende des 4. Jahrhunderts gebaut – Foto © Welz

Das Südportal der Khasacher Basilika - Foto © Welz

Das Südportal der Khasacher Basilika in Aparan – Foto © Welz

Waschtag in Aparan Armenien - Foto © Welz

Waschtag in Aparan Armenien – Foto © Welz

Nach der Besichtigung der Kirche brauchten wir eine Tasse Kaffee. Im Zentrum der Kleinstadt entdeckten wir die neu gebaute Großbäckerei. Die schönsten Erlebnisse stehen oft nicht im Reiseprogramm! Wir beobachteten den Bäcker, der im Minutentakt, überaus sportlich kopfüber in den traditionellen Ofen sprang, um den Brotteig an die heiße Tonwand des Ofens zu kleben!

Die Großbäckerei in Aparan mit dem traditionellen Tonofen - Foto © Welz

Die Großbäckerei in Aparan mit dem traditionellen Tonofen – Foto © Welz

Der Brotteig wird zum Backen an die Innenwand des Tonofens geklebt - Foto © Welz

Der Brotteig wird zum Backen an die Innenwand des Tonofens geklebt – Foto © Welz

Im Minutentakt stürzt sich der Bäcker ... Foto © Welz

Im Minutentakt stürzt sich der Bäcker … Foto © Welz

... kopfüber ... Foto © Welz

… kopfüber … Foto © Welz

... in den heißen Backofen - Foto © Welz

… in den heißen Backofen – Foto © Welz

Brotbacken in Armenien! Was für eine sportliche Höchstleistung!

Frisch gebacken! Gebäck in der Großbäckerei in Aparan - Foto © Welz

Frisch gebacken! Gebäck in der Großbäckerei in Aparan – Foto © Welz

Literaturtipps:
Jasmine Dum-Tragut hat einen hervorragenden Reiseführer über Armenien geschrieben: Armenien – 3000 Jahre Kultur zwischen Ost und West. Im Leipziger Buchverlag für die Frau erschien im April 2014 „Eine kulinarische Reise durch Armenien“ von Susanna Sarkisian. Die armenische Autorin ist Expertin für armenische Küche. Über 100 Rezepte für Vorspeisen, Suppen, vegetarische und Fleischgerichte, Kuchen und Desserts laden zur kulinarischen Reise durch Armenien ein. Susanna Sarkisian erzählt auch von Bräuchen und Festen zu Weihnachten, Neujahr, Ostern, zum Wein- und Erntedankfest.

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