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Hyde Park: a poem for Margaret Salmon 

Dear Margaret,

I’m an art historian and I have many jobs. I work as a tourguide in Italy and as a freelance museum educator at Staatsgalerie Stuttgart.
So I had the chance to show your film HYDE PARK and discuss it with about 90 ladies in three groups. It was a very interesting discussion.

 

 

Before we watched the movie together, I have asked the ladies a few questions concerning their television habits:

Haben Sie ein Fernsehgerät?
Wie lange haben Sie schon ein Fernsehgerät?
Erinnern Sie sich an Ihre ersten Fernseherfahrungen?
Was bedeutete für Sie das Fernsehen damals, was bedeutet für Sie das Fernsehen heute?
Schlafen Sie beim Fernsehen ein?
Schalten Sie während einer Sendung um oder aus?
Wann schalten Sie aus oder um?
Schauen Sie Fernsehen in Gesellschaft oder alleine?
Welche Bedeutung hat für Sie der Ton?
Können Sie sich vorstellen, bewegte Bilder zu sehen ohne Ton?

 

It was obvious they were all experts! They own for decades a TV and use it daily.
It was so interesting to see how they react to your film.

 

Margaret Salmon
Hyde Park
, 2009
16-mm-Film übertragen auf DVD, s/w, ohne Ton 11 ‚ 31 “
Margaret Salmon | Office Baroque, Antwerpen

 

Most of the ladies were very touched, the film reminded them of the lost Schlossgarten, their lost childhood, maybe a lost love  …

 

 

Some days ago I met one of the ladies again. She gave me a letter with a poem for you.
She was very impressed by the film and started writing …

 

A POEM FOR MARGARET SALMON

HYDE PARK

Sich einfangen lassen
von sonntäglichem Treiben.

Mit der jungen Frau
gegen einen Baumstamm lehnen
die Beine lang ausstrecken
und den Gedanken nachhängen.

Dem kleinen ferngesteuerten Boot folgen
und mit den Schwänen
einen Zusammenprall fürchten.

Das Glück der jungen Familie
nachempfinden.

Sich Zeit nehmen für eine
vom Wind aufgerüttelte leere Tüte
mit ihr übers Gras hoppeln
den Weg überqueren
eine kurze Rast einlegen
um dann erneut loszuhoppeln.

Gegen das gleißende Sonnenlicht blinzeln
das die Blätter des Ahorns
nur unvollständig abschirmen.

Mit den beiden Mädchen
die Wiese herunterrollen
und ein paar Momente
wieder
Kind sein

Irmtraud Igl, Stuttgart, 2015

 

Der Film HYDE PARK von Margaret Salmon, mit einer Bolex-Kamera aufgenommen, ist nur noch bis Sonntag, 01.03.2015 in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen.

SILENT CINEMA
Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt in diesem Jahr 2015 in monatlichem Wechsel ausgewählte Filme und Videos von internationalen jüngeren wie etablierten Künstlern, die dokumentarisch, experimentell, essayistisch oder narrativ arbeiten. Im Januar 2015 wurde in der VIDEO BOX der Film excursus on fitness von Josef Dabernig gezeigt, im Februar Hyde Park von Margaret Salmon.

Unter dem Titel Silent Cinema widmet das Museum eine erste Reihe Filmen und Videos, die sich bewusst auf ihre Bilder konzentrieren und Ton als Möglichkeit ausklammern. Ohne Sprache auszukommen, scheint Filme und Videos universell verständlich zu machen.
Was kann in aktueller zeitbasierter Kunst passieren, wenn auf Schallbegleitung verzichtet wird?
Wenn es still um einen ist und allein die Bilder wirken, berühren und herausfordern?
Diesen Fragen geht »Silent« Cinema nach und zeigt Arbeiten, in denen aus Stille etwa Staunen, Momente anderer Intimität oder Gegenwelten entstehen.

Das Kunstgespräch für Frauen findet jeweils am ersten und dritten Donnerstag/Freitag im Monat,  donnerstags um 10.30 Uhr und  und 15.30 Uhr / freitags 10.30 Uhr statt. Es bietet gemeinsame Kunstbetrachtung, Information und Gespräch. Interessierte Teilnehmerinnen brauchen keinerlei Vorwissen, um in dieser offenen Runde ihren eigenen Zugang zu ausgewählten Kunstwerken der Staatsgalerie zu finden.

Meine nächsten Termine für das Kunstgespräch finden sie hier.

Thank you Margaret Salmon for your art, thank you Irmtraud Igl for your poem.

Buchtipp:

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