Literaturspaziergänge

Wir sind das Volk der Dichter, ein jeder dichten kann,
man seh nur die Gesichter von unsereinem an.
Der Schiller und der Hegel, der Uhland und der Hauff,
Die sind bei uns die Regel, Die fallen gar nicht auf.
Eduard Paulus

Stuttgart ist nicht nur die Stadt der Tüftler und Erfinder, sondern vor allem auch der Dichter und Denker.
Verschiedene Literaturspaziergänge auf der Suche nach Literaten und Literatur in der Stadt sind möglich:

  • Schiller in Stuttgart
  • Poesie und Stein – Dichter auf dem Hoppenlaufriedhof
  • Auf der Suche nach Text in der Stadt: Hegel, Rilke und Hölderlin
  • Die blaue Blume der Romantik: Wilhelm Hauff
  • Tatort Stuttgart – Die Krimiszene

„Wenn man steht, ist der Kopf freier.
Wenn man geht, kommt die Phantasie in Gang.“
Philip Roth

 

Joseph Kosuth: „Beschriebene Maßnahme“ (eine Widmung), 1994 am Stuttgarter Hauptbahnhof. Foto © Welz

 

Wilhelm Hauff und seine Zeit
Ausgangspunkt unserer Stadterkundung ist der historische Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart. Ein mächtiger Felsblock vom Lichtenstein, überwachsen mit Efeu von der Nebelhöhle ziert das Grab des jung verstorbenen Dichters Wilhelm Hauff. In seiner Nachbarschaft finden wir weitere Gräber der Stuttgarter „Ehrbarkeit“: Dannecker und Hofbankdirektor Rapp, Gustav Schwab und Johann Friedrich Cotta, Luise Duttenhofer und Emile Zumsteeg liegen hier begraben. Nach unserem Spaziergang durch den romantischen Friedhof suchen wir in der Stadt nach Spuren des Lebens von Wilhelm Hauff und seiner Zeitgenossen. Sie erfahren Stadtgeschichte und hören Geschichten und Gedichte aus dem frühen 19. Jahrhundert in Stuttgart.
Literaturspaziergang, Dauer ca. 2 Stunden

 

Literaturspaziergang: Schiller in Stuttgart - Foto © Welz

Literaturspaziergang: Schiller in Stuttgart – Foto © Welz

 

Kunst ist eine Tochter der Freiheit – Vom Schiller-Denkmal in den Schlossgarten
1839 wurde das Schillerdenkmal unter großer Anteilnahme der Stuttgarter Bürgerschaft eingeweiht. Es ist das erste Denkmal unserer Stadt, von Bürgern für einen Bürger errichtet, im 80. Geburtsjahr des Dichters, 50 Jahre nach der französischen Revolution. Ein Zufall? Was war die Antwort des Königs? Für seinen 60. Geburtstag und sein Königsjubiläum wurde 1841 zunächst eine Holzsäule auf dem Schlossplatz errichtet. Allerdings ziert nicht eine Bronzestatue des Königs die Säule, sondern erst später kam eine „Concordia“, die Verkörperung der Eintracht, auf die Version aus Stein. König Wilhelm beauftragte in der Zwischenzeit seinen Bildhauer Ludwig Hofer, ein Reiterstandbild seines Ahnen Herzog Eberhard im Barte zu schaffen. Warum protestierten die Stuttgarter nach der Aufstellung im Ehrenhof des Neuen Schlosses? König Karl veranlasste 1881 ein neues Denkmal: Eberhard im Barte musste nun absteigen von seinem hohen Ross, frei nach Justinus Kerner Hymne, „um sein Haupt kühnlich zu legen, jedem Untertan in Schoss“. Ein neues Konzept im Verhältnis von Herrscher und Untertan!
Literatur- und Kunstspaziergang, Dauer 1,5 bis 2 Stunden nach Absprache

 

Stuttgart im Herbst: Schlossplatz - Foto © Welz

Stuttgart im Herbst: Schlossplatz – Foto © Welz

Gerne führe ich Sie auch im Schiller-Nationalmuseum SNM oder im Literaturmuseum der Moderne LiMo in Marbach.
Neben Überblicksführungen in den Dauerausstellungen im SNM oder im LiMo, sind auch Führungen in den aktuellen Sonderausstellungen bei mir buchbar.

 

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