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Tehran Museum of Contemporary Art

Iran: Tehran Museum of Contemporary Art - Foto © Welz 10/2016

Nun ist es entschieden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin sagt die Ausstellung der legendären Sammlung zeitgenössischer Kunst des Tehran Museum of Contemporary Art ab. In der Pressemitteilung vom 27.12.2016 erklärt der Präsident der Stiftung Hermann Parzinger:

„… mit großem Bedauern haben wir uns nun aber zu diesem Schritt entschließen müssen. Er war notwendig geworden, weil der Iran bislang immer noch keine Ausfuhrgenehmigung für die Kunstwerke erteilt hat. Weitere Verzögerungen in der Ausstellungsplanung der Staatlichen Museen zu Berlin waren jetzt nicht mehr vertretbar. …“ 

Ich hatte mich sehr auf diese Ausstellung gefreut, die in der Gemäldegalerie Berlin von Anfang Dezember 2016 bis Ende Februar 2017 stattfinden sollte.

Der Facebook-Post des TehranMOCA vom 6.11.2015 zeigt Besucherinnen und Besucher vor einem „Schleierbild“ des US-amerikanischen Künstlers Morris Louis.

Geplante Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie
Im Mai 2016 wurde der Vertrag geschlossen, SPK-Präsident Parzinger nannte den Vertragsschluss damals einen historischen Erfolg:

„Erstmals wird eine Sammlung vorgestellt, die in ihrer Zusammensetzung und in ihrer Geschichte einzigartig ist. Noch nie ist diese ungewöhnliche Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts erzählt worden, noch nie war ein westliches Museum in der Lage, die in Teheran gesammelte, weitestgehend verborgene europäische und amerikanische Moderne zu zeigen und sie iranischer Kunst gegenüberzustellen. Berlin steht vor einer Kunstsensation …“
Pressemitteilung SPK 12.05.2016

Informationen zur geplanten Ausstellung, Werkliste und Kulturprogramm:
Die Teheran-Sammlung in Berlin

Tehran Museum of Contemporary Art. Foto © Welz im März 2016

Tehran Museum of Contemporary Art. Foto © Welz im März 2016

Die Teheran-Sammlung
Die Teheran-Sammlung wurde für das neugegründete und 1977 eröffnete TMoCA unter dem zweiten Schah der Pahlavi-Dynastie aufgebaut. Sie verfügt über einen der größten Bestände westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts außerhalb Europas und der Vereinigten Staaten und verbindet diese Werke auch mit wichtigen Positionen iranischer Kunst, insbesondere der 1960er und 1970er Jahre. Die Sammlung ist in ihrer Zusammensetzung und ihrer Geschichte einzigartig. Seit der Islamischen Revolution 1979 waren die Werke westlicher Kunst vor Ort wenig und im Ausland nur vereinzelt zu sehen

Viele Zeitungen und Kunstmagazine hatten über die geplante Ausstellung berichtet. Das Kunstmagazin MONOPOL über die Absichtserklärung am 21.10.2015: Kunst aus Schah-Sammlung kommt nach Deutschland und am 12.05.2016 Nationalgalerie zeigt iranische Kunstsammlung. DIE ZEIT am 16.08.2016: Der Pollock aus Teheran

Das Warhol-Porträt von Kaiserin Farah Diba aus dem Jahr 1976 zierte die MONOPOL-Ausgabe Dezember 2016: Farah Pahlavi plant Besuch der Iran-Ausstellung in Berlin

Das wird nun nix. Schade.

 

Iran: Tehran Museum of Contemporary Art mit Skulptur von Arnaldo Pomodoro im Garten. Foto © Welz 10/2016

Iran: Tehran Museum of Contemporary Art mit Skulptur von Arnaldo Pomodoro im Garten. Foto © Welz 10/2016

Das Tehran Museum of Contemporary Art
In diesem Jahr 2016 hatte ich die Gelegenheit, zwei IRAN-Reisen zu machen und das Tehran Museum of Contemporary Art aufzusuchen. Im März war das Museum allerdings wegen Ausstellungsaufbau geschlossen, Anfang Oktober hatte ich mehr Glück. Da konnte ich das Museum besuchen und die aktuelle Photoausstellung „The March of the Sun“ von Mohammed Reza Javadi sehen. 70 großformatige Photographien aus den Wüsten des Iran wurden gezeigt.

Tehran Museum of Contemporary Art. Ausstellung Mohammed Reza Javadi "The March of the Sun" 2016 Foto © Welz 10/2016

Tehran Museum of Contemporary Art. Ausstellung Mohammed Reza Javadi „The March of the Sun“ 2016 Foto © Welz 10/2016

Auch einige festinstallierte Skulpturen der berühmten Teheran-Sammlung waren zu entdecken: Werke von Alexander Calder, Donald Judd und Henri Moore.

Wandarbeit von Donald Judd im Tehran Museum of Contemporary Art. Foto © Welz 10/2016

Wandarbeit von Donald Judd im Tehran Museum of Contemporary Art. Foto © Welz 10/2016

Das Museum wurde auf Initiative der Kaiserin Farah Diba von Kamran Diba (*1937 Teheran) entworfen. Es befindet sich auf der Ostseite des Laleh-Parks in Teheran und hat außer einem Skulpturen-Innenhof auch einen großen Skulpturengarten. Passiert man die Eingangshalle kommt man zur ersten Galerie, einem großen quadratischen Raum. Eine Rampe führt nach unten zu den Ausstellungsräumen.

Tehran Museum of Contemporary Art - Gallery 1. Foto © Welz 10/2016

Tehran Museum of Contemporary Art – Gallery 1 mit Mobile von Alexander Calder. Foto © Welz 10/2016

Acht weitere Galerieräume sind um den Skulpturenhof angeordnet. Die Galerien werden über Oberlichter belichtet, die an die traditionellen Windtürme der Wüstengegenden des Iran erinnern. Die Durchgangsräume haben Seitenfenster, die auf den Skulpturenhof gerichtet sind. Interessanter Wechsel der Baumaterialien, in den Innenräumen Sichtbeton, im Skulpturenhof Natursteine. Tradition und Moderne ergänzen sich.

Skulpturenhof im Tehran Museum of Contemporary Art. Foto © Welz

Skulpturenhof im Tehran Museum of Contemporary Art. Foto © Welz

Skulpturen von Giacometti im TMOCA Skulpturenhof. Foto © Welz 10/2016

Skulpturen von Giacometti im TMOCA Skulpturenhof. Foto © Welz 10/2016

Reiterfigur von Marino Marini im TMOCA Skulpturenhof. Foto © Welz 10/2016

Reiterfigur von Marino Marini im TMOCA Skulpturenhof. Foto © Welz 10/2016

Der Rundgang durch das Museum ist labyrinthisch, das Gebäude hat einen raffinierten Grundriss, der sich mir beim ersten Besuch noch nicht ganz erschlossen hat. Nach überraschenden Kunsterlebnissen gelangt man wieder zurück in die Eingangshalle. Dort gibt es auch einen Bookshop und eine Cafeteria.

Leider blieb uns keine Zeit mehr, den Skulpturengarten zu besichtigen. Aber das ist ein Grund, wiederzukommen! Vielleicht kann ich die legendäre Teheran-Sammlung auch einmal im Tehran Museum of Contemporary Art sehen.

Skulpturengarten des TMOCA - Foto © Welz 10/2016

Skulpturengarten des TMOCA – Foto © Welz 10/2016

Meine nächste Reise in den IRAN findet mit Biblische Reisen im März 2017 statt. Nähere Informationen finden Sie hier: IRAN – Glanzvolles Persien

Das geplante BERLIN WEEKEND mit Spillmann am ersten Februarwochenende findet trotzdem statt. Berlin bietet auch ohne die Teheransammlung viel! Nähere Informationen hier: SPILLMANN Kunstreisen

Buchtipps:

 

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  1. Pinkback: TMOCA Berlin-Rome Travelers | Kunst und Reisen

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